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Schädelkapelle in Czermna

Die Kapelle ist zwar klein (ca 20 Personen), aber einmalig. Die Wände, Altar  und Gewölbe des Kapelleninneren sind von etwa 3.000 dicht gestapelten gebleichten  menschlichen Schädeln und Knochen bedeckt. Es handelt sich vornehmlich um die Opfer von Kriegen, Epidemien und ansteckenden Krankheiten. Weitere 20-30.000 Teile liegen in der unterhalb der Kapelle gelegenen Krypta. An der Hauptwand befindet sich ein kleiner Altar mit einem barocken Kruzifix.


Neben den aufgeschichteten Schienbeinknochen und Schädel stehen rechts und links zwei hölzerne Engelsskulpturen. Einer hält eine Trompete mit einer lateinischen Inschrift, die "Steht auf von den Toten" lautet, der zweite hält eine Waage mit einer ebenfalls lateinischen Inschrift: "Geht vor das Gericht".


Im 18. Jahrhundert kamen der Pfarrer Tomaschek (Tomaszek) und der Totengräber Langner auf die Idee, die sterblichen Überreste von 24.000 Pestopfern aus dem 17. Jahrhundert und Gefallenen aus dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763,  genannt Dritter Schlesischer Krieg) in der Kapelle einzusammeln.


Unter dem Boden, in einer Kripta  - zu sehen durch eine Luke, die bei Besichtigung geöffnet wir - kann man weitere Gebeine sehen. Sie liegen da zwei Meter hoch, sind verstaubt, verwittert.
Die Pest hat 80 Prozent der Bevölkerung im Glatzer Land dahingerafft.


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